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Kampfkünste des Mittealalters
HEMA und auch wir möchten dazu beitragen, die Fehlurteile über den mittelalterlichen Schwertkampf zu korrigieren. Jeder, der denkt, Ritter hätten vor allem brutal und zügellos gekämpft, sollte sich ein Fechtbuch anschauen (und bei uns drei Runde kämpfen). Der Ritter stand in Wissen und Können dem Samurai oder einem olympischen Degenfechter um nichts nach. Sobald man ein Fechtbuch öffnet, versteht man, dass jemand, der auf rohe Gewalt fokussiert ist, nie solche Techniken erfinden könnte. In einem Fechtbuch des 14. Jahrhunderts wird Johannes Liechtenauer, dem Vater der deutschen Fechtschule, folgendes Zitat zugeschrieben.
"Wenn soll wider stark sein, so gesiegt allemal der Stärker, darum geht Lichtenauer fechten nach Recht und wahrhaftiger Kunst dar, dass ein Schwacher mit seiner Kunst und List, als schiere gesiegt, als ein Starker mit seiner Stärke - warum wäre anders Kunst?"
Sempacher Brief
Fechten im Mittelalter war blutig, es war brutal, und es war ohne Regeln, aber es war nicht sinnlos, es war eine Kunst. Diese Kampftechniken sind mit den Kampftechniken moderner Kommandotruppen vergleichbar. In Tat und Wahrheit waren Ritter die Elitetruppen ihrer Zeit, und darum brauchten sie anspruchsvolle Techniken, die in jedem Falle funktionieren würden.

Was sind Historische Kampfkünste?
Historische Kampfkünste sind die Kampfkünste, die unsere vorfahren erfunden und entwickelt haben um Familie, Hab und Gut und natürlich auch sich selber zu schützen und wenn nötig den Gegner zu töten. Diese Kampfkünste waren nicht nur für Schlachtfeld und Gerichtsduels. Im Spätmittelalter und in der frühen Renaissance gingen normale Leute zu Fechtschulen, genau wie moderne Leute heute ins Aerobic oder zu Judo Kursen gehen.
Die historischen Kampfkünste beschäftigt sich vor allem mit Fecht-Techniken des Mittel- bis Spätmittelalters und zm grossen Teil auch aus der Zeit der Renaissance. Mit Fechten sind alle Arten des Kampfes gemeint. Das Kämpfen mit Dolch, Stangenwaffen, Langesmesser und auch das unbewaffnete Ringen gehören zum Fechten. Alle unser Techniken stammen aus den ursprünglichen Fechtbüchern der Mittelalterlichen Zeit. Im Mittelalter waren massgeblich zwei Schulen des Fechtens bekannt und vertreten. Die Italienische- und die Deutsche Fecht-Schule. Die Deutsche Schule wurde durch Johannes Liechtenauer (circa 1400-1450) begründet. Die Italienische Schule wurde durch Fiore de Liberi (1410) begründet. Artes Cartaminis bezieht sich auf die Deutschen Schule des Fechtens. Wir trainieren bereits mit Langschwert, Langesmesser, Schwert und Buckler, und wollen uns auch mit Dolch, Ringen, Hellebarde und Rossfechten auseinander setzen. Die Hauptwaffen für Training und Turnier ist jedoch das Langschwert. (Text: Jack Gassmann)

 

 

 

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